Interreg – Netzwerktag:

Ein Tag voller Ideen, Inspiration und guter Laune

Am 24. November 2016 boten die großen Fenster des Rathaussaales in Aabenraa Passanten einen unerwarteten Anblick: Über hundert Frauen und Männer spielten mit Bällen, lachten und tauschten sich aus.

Der Interreg-Netzwerktag ist die neueste Initiative, um die Qualität der Interreg-Projekte und deren Zusammenarbeit zu stärken. Der Rathaussaal in Aabenraa ist gefüllt mit Repräsentanten/innen der Partner von 22 deutsch-dänischen Projekten. Alle hören gespannt den anderen Projektpräsentationen zu, während die Kameras drehen, Mikrofone schnurren und die Presse Interviews durchführt.

Der heutige Fokus ist es den Teilnehmern Erfahrungswissen zukommen zu lassen. Erfahrungswissen in Form von neuen Kenntnissen, neue Ideen und Inspiration – alles auf Augenhöhe von Teilnehmer zu Teilnehmer vermittelt in einer positiven, konstruktiven Atmosphäre.

Der dänische Vorsitzende des Interreg-Ausschusses heißt alle offiziell willkommen. Auf seine gewohnte, ruhige jedoch eindringliche Art fordert Hans Philip Tietje alle Teilnehmer dazu auf, in neuen Bahnen zu denken, ihre Erfahrungen zu teilen und die Verankerung von Ergebnissen voranzutreiben, damit diese auch nach der Laufzeit der Projekte und des Programmes einen Effekt haben.

Danach sind es der deutsche Vorsitzende des Interreg-Ausschusses, Simon Faber und Lise Espersen von dem europäischen Erfahrungs- und Austauschorgan, Interact, die die Bühne betreten. Im Zusammenspiel mit Moderator, Marc-Christoph Wagner und einem aktiven Publikum im Rathaussaal, wird gemeinsam diskutiert, wie Ergebnisse von Interreg-Projekten am besten einen bleibenden Effekt erzielen.

Sowohl Lise Espersen als auch Simon Faber betonen, dass Öffentlichkeitsarbeit ein entscheidendes Element für die interne und externe Wertschöpfung und die Verbreitung von Ergebnissen ist. Ohne einen proaktiven kommunikativen Einsatz riskieren Projekte schlichtweg, dass ihre Arbeit nicht institutionalisiert und kommerzialisiert wird oder beispielsweise Anwendung in den höheren Lehranstalten in der Programmregion finden.

Und auf genau diese Fähigkeit, die Aktivitäten und Potenziale eines Interreg-Projektes zu kommunizieren, werden die Teilnehmer anschließend getestet. Im Wechsel treten alle Repräsentanten/innen der anwesenden Projekten vor und erklären, was ihr Projekt kann, was es erreichen möchte und wie es zu einer positiven Entwicklung in der Programregion beiträgt.

Zwischen den vielen Gesichtern, die den Projektpräsentationen gespannt folgen, ist Elise Burmeister von dem Projekt InnoCan zu erkennen. ”Es ist sehr interessant von den anderen Projekten zu hören – es gibt vieles, was wir voneinander lernen können.”

Elise Burmeister ist Kommunikationsberaterin und stets auf der Jagd nach neuen Möglichkeiten, um die neuen Perspektiven im Bereich schonender Krebsbehandlung, eines der Fokusbereiche von InnoCan, zu vermitteln. Und Inspiration gibt es im gesamten Rathaussaal, der sich heute in einen Interreg-Marktplatz mit Rollups, Plakaten und Bildschirmen, die die Seiten und Wände im modernen Saal schmücken, verwandelt hat.

”Wir legen viel Wert darauf Erfahrungen auszutauschen, und es ist schön, neues Input zu sammeln, neue Stories zu hören und von all den vielen tüchtigen Menschen, die heute hier sind, inspiriert zu werden.”

Das Nachmittagsprogramm ist in drei parallele Abläufe aufgeteilt: Öffentlichkeitsarbeit, Berichterstattung und Verankerung von Ergebnissen. Elise Burmeister sitzt zusammen mit ihren Fachkollegen und hat gerade den Vortrag von Guillaume Terrien über Interreg als Brand mitverfolgt. Guillaume Terrien kommt ebenfalls von Interact, dem europäischen Erfahrungs- und Austauschorgan und arbeitet täglich daran Interreg-Programme auf europäischer Ebene sichtbarer zu machen.

Marc-Christoph Wagner: Ein erfahrener Journalist teilt sein Wissen.
Marc-Christoph Wagner: Ein erfahrener Journalist teilt sein Wissen.

Jetzt ist es der ehemalige ARD-Korrespondent aus Kopenhagen, Marc-Christoph Wagner, der über die Pressearbeit berichtet und später kommt der junge und dynamische Social Media-Experte, Sebastian Jabbusch, auf die Bühne.

Elise Burmeisters Urteil: ”Wirklich relevant, es war sehr spannend Marc-Christoph Wagner zuzuhören und jetzt nachvollziehen zu können, auf welche Art und Weise die deutsche Presse arbeitet. Für mich ist es immer eine Gratwanderung zwischen dem deutschen und dänischen Blickwinkel, wenn ich schreibe und die Ergebnisse von InnoCan vermitteln möchte.”

Zur Präsentation von Marc-Christoph Wagner

Sebastian Jabbusch: Kritisch, konstruktiv und dialogsuchend.
Sebastian Jabbusch: Kritisch, konstruktiv und dialogsuchend.

Und Elise Burmeister ist auch sehr begeistert über Sebastian Jabbuschs Präsentation: ”Unterhaltend war er und unglaublich nützlich, richtig gut waren die vielen Beispiele, konkreten Lösungsvorschlägen und Alternativen dafür, wie wir unsere Beiträge auf den sozialen Medien schreiben können. Er hat es wirklich gut gemacht und mir viele neue Ideen bezüglich InnoCans Hompepage und Seite auf LinkedIn gegeben. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, und dennoch hat er mit uns auf eine sehr konstruktive Art und Weise gearbeitet. Sebastian Jabbusch hat keine Aktien bei Interreg, aber sagt die Dinge so wie sie sind: Was ist die gute Story und ein guter Post, und was funktioniert einfach nicht.”

 

Der Netzwerktag wird symbolisch abgeschlossen. Hunderte von kleinen Jonglierbällen werden auf alle Anwesenden verteilt. Nun ist es Zeit für einen Wettbewerb. Zusammenarbeit und Innovation sind die Schlüsselwörter, als kleine Gruppen schnellstmöglich viele Bälle durch die Hände ihrer Gruppenmitglieder gehen lassen sollen. Alle Mittel sind erlaubt und die Lösungen sind kreativ.

”Es macht einfach Spaß, wir kommen einander näher, arbeiten mit- und zwischen einander und optimieren unsere Routinen”, lacht einer der vielen Teilnehmer mit Schweiß auf der Stirn, die plötzlich Erlaubnis bekommen haben ein Spiel zu spielen.

Interreg - Netzwerktag
Ein einfaches konkurrenzbetontes Spiel, das Kreativität und Zusammenarbeit fordert, um einen Team-Einsatz zu optimieren, kann unterhaltsam und zugleich herausfordernd und lehrreich sein.