Ein Tag in Husum beim FURGY CLEAN Innovation-Kongress

Husum ist unter anderem bekannt für sein Krokusblütenfest im Frühling. Aber auch die Messe New Energy, eine der größten Messen Nordeuropas im Bereich der erneuerbaren Energien, ist mittlerweile ein Aushängeschild für die gemütliche Stadt an der Nordsee geworden. Vom 16.-20. März fand diese wieder statt – zeitgleich mit dem Krokusblütenfest – und wir waren vor Ort, um die Werbetrommel für die bisher leider überschaubar genutzten Fördermittel in unserer Priorität 2.1 zur Förderung der Ressourceneffizienz zu rühren.

Empfangen wurde man direkt an der Messehalle von einem eindrucksvollen Fuhrpark an Elektroautos. Es war wirklich alles dabei, von kleinen „überdachten Fahrrädern“, in denen man im Alltagsverkehr wohl eher belächelt werden würde, bis hin zu den bekannten Fahrzeugen von Tesla & Co. Das bekannte Sprichwort „Nur gucken, nicht anfassen!“ galt hier explizit nicht und so hatte man sogar die Möglichkeit, das ein oder andere Gefährt direkt vor Ort Probe zu fahren.

Bilder New Energy (1) Bilder New Energy (2)

 

 

 

 

 

 

 

Der Hauptgrund für unsere Fahrt zur New Energy Messe in Husum war jedoch nicht die Probefahrt im Tesla, sondern die Teilnahme am FURGY CLEAN Innovation-Kongress. Zum einen ist FURGY Clean Innovation ein Interreg-Projekt der ersten Stunde, zum anderen passte das Thema der Messe und des Kongresses gut zu unserer Priorität 2.1 zur Förderung der Ressourceneffizienz. Nach einem netten Empfang mit Kaffee, Tee, Gebäck und kurzen Gesprächen mit dem einen oder anderen, bekannten oder auch neuen Gesicht gingen die ersten Vorträge los. Mit insgesamt über 30 Vorträgen an zwei Messetagen wurde einem eine große Auswahl angeboten, sich ein individuelles Programm zusammenzustellen.

Die Veranstaltung „Förderung innovativer Ideen im Bereich Energie- und Umwelt“ gab einen Überblick über beinahe jede Fördermöglichkeit, die es im Bereich der erneuerbaren Energien für deutsche Akteure gibt. Die Fördermöglichkeiten bei Interreg Deutschland-Danmark wurden natürlich auch präsentiert, mit besonderem Fokus auf die restlichen Mittel in vor allem der Priorität 2.1, hierunter die nachhaltige Ressourcennutzung. In dieser Priorität wurde bisher erst ein Projekt genehmigt und es stehen daher noch ca. 12 Mio. Euro Fördermittel für spannende neue Projekte zur Verfügung.

Für einen Einblick in die Praxis sorgte Thomas Ebel, Geschäftsführer der FTCAP GmbH, der von seinem Unternehmen berichtete und erläuterte, wofür die genehmigten Fördergelder in seinem Falle eingesetzt werden. Sowohl sympathisch als auch glaubwürdig geriet der Vortag, indem auch fachfremde Zuhörer verständlich in die Thematik eingeführt wurden und vor allem nicht das Blaue vom Himmel erzählt wurde. So warb Thomas Ebel zwar dafür, Fördergelder zu beantragen, sprach aber gleichzeitig auch den damit verbundenen Zeit- und Personalaufwand an. Als mögliche Lösung schlug er Kooperationsformen vor, in denen stärkere und größere Partner die kleineren so weit wie möglich unterstützen.

Mit vor Informationen schwirrendem Kopf ging es in die Mittagspause, die für eine kleine Stärkung, Networking und persönliche Gespräche genutzt wurde, einem aber auch die Möglichkeit gab, einmal über die eigentliche Messe zu schlendern. 150 Aussteller waren vor Ort, um über Erneuerbare Energien, Elektromobilität & Co. zu informieren und zu diskutieren. Wer gern im Grünen unterwegs ist, konnte in einem Teil der Messehalle auf einem Parcours E-Bikes testen.

Eine Stunde später ging es jedoch weiter im Programm des FURGY Kongresses. Es wurden drei Workshops angeboten, unter anderem von den uns bekannten Interreg-Projekten: PE:Region und LSBL2.

Um einige Informationen und Eindrücke reicher, sowohl von den morgendlichen Vorträgen als auch von den fachspezifischen Workshops, ging es nach Beendigung der letzten Redner direkt zurück zu unserem Sekretariat in Kruså.

Alles in allem kann man unseren Besuch des FURGY CLEAN Kongresses als Erfolg verbuchen, gab es doch zum einen viele, meist auch für Laien aufgearbeitete Informationen, und zum anderen die Möglichkeit, Fragen zu stellen, zu diskutieren und von dem Austausch der Teilnehmer untereinander zu profitieren. Wir kommen gerne wieder!

Falls Sie – animiert von diesen Beitrag oder ganz generell- eine Projektidee haben, die die Ressourceneffizienz im Programmgebiet fördern könnte, nehmen Sie gerne zu uns Kontakt auf – wir beraten Sie gerne.

Ein Artikel von May-Britt Nagel, Praktikantin im Interreg-Sekretariat