2 Millionen Euro Förderung für nachhaltigen Tourismus

Millionenförderung von der EU für das Interreg-Projekt Tourism Cross-Border, das den nachhaltigen Natur- und Kulturtourismus über die deutsch-dänischen Land- und Wassergrenzen fördert. Ziel ist es, den Umsatz der Touristen in der Programmregion zu steigern. Dies soll u.a. durch die Schaffung von Gourmet-Routen geschehen, die ihren Fokus auf selbst zubereitetes Essen und lokale Zutaten legen. „Wir haben besonders darauf geachtet, dass das Projekt auch die Bereiche fördert und aufwertet, die normalerweise nicht so viel Tourismus erleben,“ sagt Stefan Leyk, Kreispräsident des Kreises Plön und Vorsitzender des Interreg-Ausschusses.

In ländlichen Räumen wurde die tourismusbasierte Entwicklung teilweise versäumt. Es wird auch zu wenig Fokus auf die Nachhaltigkeit gelegt. Oftmals sehen die Tourismusakteure einander eher als Konkurrenten anstatt als Kooperationspartner an. Weiterhin legt die Tourismusbranche großen Wert auf die Nutzung aller Jahreszeiten – rein faktisch gesehen ist es jedoch nur ein Versuch, dies zu erreichen. Dies sind Beispiele für die Herausforderungen, vor denen der Tourismus und die Tourismusakteure auf beiden Seiten der Grenze stehen. Das neue 2 Mio. Euro schwere Interreg-Projekt TOUR-BO – Tourism Cross-Border – nimmt diese Herausforderungen in Angriff.

„Um sich möglichst stark in der Konkurrenz um die Touristen aufzustellen, ist es notwendig, dass man in der Programmregion zusammenarbeitet und die Reiseziele für aktive Ferien mit nachhaltigem Natur- und Kulturtourismus über die Grenze hinweg weiterentwickelt,“ sagt Stefan Leyk am Rande der Interreg-Ausschusssitzung, bei der gerade die Interreg-Mittel für das Projekt genehmigt wurden.

Um die Aufgabe zu lösen, legt TOUR-BO den Fokus u.a. auf den Nahrungsmitteltourismus, Bildungstourismus und die Zusammenarbeit zwischen den Tourismusakteuren und den Kulturinstitutionen wie beispielsweise Museen und Hochschulen. Ein anderer wichtiger Teil der Aktivitäten von TOUR-BO besteht darin, das Wissen und die besten Beispiele der Region zu sammeln und somit ein Netzwerk für die Tourismusakteure zu schaffen. In dem Netzwerk können das Wissen geteilt und neue Tourismusangebote entwickelt und ausgearbeitet werden.

Das UNESCO Kulturerbe auf beiden Seiten der Grenze unterstützen

Die Partner und Förderer des Projekts sind eine Reihe des Besten, was die Programmregion zu bieten hat. Angeführt von der Wirtschaftsförderungsagentur Kreis Plön wollen sich die Kreise Plön und Schleswig-Flensburg zusammen mit der Akademie am See Koppelsberg und FEINHEIMISCH Genuss aus Schleswig-Holstein und die Kommunen Lolland, Guldborgsund und Sonderburg sowie der Landdistrikternes Fællesråd auf dänischer Seite in das Projekt einbringen. Derzeit 26 Netzwerkpartner, u.a. Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz und Ostsee-Holstein-Tourismus, werden das Projekt ebenfalls unterstützen.

Ebenso sind das UNESCO Weltkulturerbe auf beiden Seiten der Grenze ein Teil des Projekts: Das ist Haithabu mit dem Danewerk auf der deutschen und Kongernes Jelling und das Wattenmeer durch die Tondern Marsch auf der dänischen Seite.

„Es ist die Rede von einer starken und regional ausbalancierten Partnerschaft mit Partnern aus der gesamten Programmregion von Interreg Deutschland-Danmark, die einander ergänzen sollen. Dies sind erfahrene Menschen, die vorab bereits in anderen Interreg-Projekten, wie beispielsweise Benefit4Regions, das vor einer Woche mit einem großen deutsch-dänisches Festival im Kreis Schleswig-Flensburg abgeschlossen hat, erfolgreich zusammengearbeitet haben. Wir freuen uns darauf, die Ergebnisse zu sehen, die sie nun mit TOUR-BO schaffen werden,“ sagt Stefan Leyk.
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Insgesamt hat der Interreg-Ausschuss am 4. Juni 2019 ca. 8 Millionen Euro für fünf Interreg-Projekte genehmigt. Darunter folgende Projekte:

Blumen bauen Brücken – eine grenzüberschreitende Gartenschau erhält ca. 1,9 Millionen Euro

German-Danisch Innovation erhält ca. 1,2 Millionen Euro

RE-BAL erhält ca. 1,2 Millionen Euro

Intellipower erhält ca. 1,02 Millionen Euro
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Die deutsch-dänische Interreg-Zusammenarbeit

Die genehmigten Projekte werden im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg Deutschland-Danmark durchgeführt. Für den Zeitraum 2014-2020 erhält Interreg Deutschland-Danmark einen Zuschuss von 90 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Gefördert werden deutsch-dänische Projekte, sowohl große strategische Projekte als auch eher kleine regionale Projekte.

Alles in Allem hat der Ausschuss jetzt 50 Projekte genehmigt und somit sind ca. 78 Mio. Euro Zuschuss der zur Verfügung stehenden 90 Mio. Euro in Projekte investiert. Die Programmregion erstreckt sich über nahezu gesamt Schleswig-Holstein sowie die dänischen Regionen Seeland und Süddänemark.

Weitere Informationen unter www.interreg5a.eu
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Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

Lewe Kuhn
Sekretariatsleiter | Interreg Deutschland-Danmark
Fon +45 7663 1907 • Mobil +45 2920 1907 • lek@rsyd.dk

Volker Ratje
Projektleiter TOUR-BO | Wirtschaftsförderungsagentur Kreis Plön GmbH
Fon +49 4307 900-113 • Mobil +49 173 2418521 • ratje@wfa.de

 

Foto: Stefan Leyk, Kreis Plön und Freddy Blak, Region Seeland – die Vorsitzenden des Interreg-Ausschusses