Auf Entdeckungsreise unter der Wasseroberfläche: die exotische Ostsee

Leuchtend lilafarbene Seesterne, neugierige bunte Fische und sich wiegendes Seegras – muss man dafür nicht eigentlich in wärmere Länder fliegen, um dies zu erleben? Tatsächlich nicht, denn all dies und noch viel mehr gibt es auch vor der deutschen und dänischen Küste in der Ostsee zu entdecken. Diese ist unter ihrer Oberfläche viel exotischer als man erwartet.

Hauptaufgabe des  Interreg-Projekts Undine II ist es, Dänen und Deutschen, Gästen und Einheimischen die Augen für die Vielfalt der Unterwasserwelt zu öffnen. Am 18. September 2019 fand die Abschlusskonferenz des Projektes beim Ostsee Info-Center in Eckernförde statt, bei der die Gäste eingeladen waren mit zu schnorcheln und zu tauchen, um sich selbst einen Eindruck von dem Leben in der Ostsee zu machen.

Die Projektleiterin Stefanie Sudhaus stellte an Land die Projektarbeit von Undine II vor:
„Das Meer gehört uns allen und endet an keinen Grenzen. Der Tourismus an den Küsten steigt an – auch an der Ostseeküste. Glücklicherweise steigt jedoch auch unser Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung. Undine informiert über die Unterwasserwelt, und wie wir diese u.a. durch Wissen und Bildung beschützen können.“

Es resultieren einige handfeste und brauchbare Ergebnisse aus der Projektarbeit. Undine II hat unter anderem Schnorchel- und Tauchtouren organisiert sowie Bootstouren mit Meeresbiologen für interessierte Bürger und Touristen angeboten, die mit viel Glück auch Schweinswale beobachten konnten. Es war ein großer Erfolg und die Touren waren komplett ausgebucht. Außerdem wurde eine digitale Schnorchel- und Tauchkarte über die westliche Ostsee für diejenigen entwickelt, die die Ostsee auf eigene Faust entdecken wollen. Die Karte zeigt an, ob eine bestimmte Umgebung besonders geeignet ist fürs Schnorcheln, Tauchen oder beidem, was man unter Wasser erleben kann und ob es bestimmte Sicherheitshinweise gibt, die man befolgen sollte. Den Link für die Karte finden Sie hier:
http://www.undine-baltic.eu/de/tauchen-schnorcheln/tauch-schnorchelkarte/

Undine II hatte darüber hinaus auch die jüngeren Bürger im Fokus und hat sie auf verschiedenste Weise auf die Ostsee und dessen Herausforderungen aufmerksam gemacht. Es wurden neben mehreren Malwettbewerben interessante Unterrichtsmaterialien und verschiedene Spiele wie z.B. ein Quartett und eine Ostsee-Version von UNO entwickelt, sodass das Wissen über die Tiere und Pflanzenwelt der Ostsee spielerisch erlernt werden kann. Stefanie Sudhaus lobte die engagierte Freiwilligenarbeit einiger Schnorchler und Taucher, die ihre Unterwasseraufzeichnungen für das Projekt zur Verfügung gestellt haben. Undine hat die Aufzeichnungen zu kleinen Filmen zusammengefügt. Diese Filme werden nun in Wartezimmern von Arztpraxen in Deutschland und Österreich gezeigt, sodass die Patienten sich von der beruhigenden Unterwasserwelt der Ostsee faszinieren lassen können.

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht nahm ebenfalls als Gast an der Abschlusskonferenz teil und hat Undine für die gute Projektarbeit gelobt, die auf eines der größten Themen der heutigen Zeit eingeht: Klimaherausforderungen. Der Minister hofft, dass das Wissen, welches durch Undine erlangt werden konnte, eine gute Grundlage für weitere gute Ansätze bildet.

Es steht schon fest, dass die erfolgreichen Ansätze der Schnorchel- und Tauchtouren von Undine noch ein weiteres Jahr fortgeführt werden, auch wenn der Rest des Projekts zum Jahresende abgeschlossen sein wird. Die Deutsche Postcode Lotterie hat beschlossen, die wertvolle Arbeit zu unterstützen.

Wenn Sie nicht bis nächsten Sommer warten  wollen um auf eine Tour mitzukommen und bereits jetzt einen Blick unter die Wasseroberfläche werfen möchten, können Sie sich die Filme und Materialien auf der Homepage von Undine anschauen:

http://www.undine-baltic.eu/de/videos/einfuehrung/

Sie können auch der Journalistin vom NDR Schleswig-Holstein Magazin folgen, die im Neoprenanzug zusammen mit Meeresbiologin Svenja Beilfuß auf eine Tour unter die Wasseroberfläche gegangen ist.