B.E.L.T.  stärkt den deutsch-dänischen Bildungsbereich

Das Projekt  „B.E.L.T. Be Europe – Learn Together” bewirkt mit seinem Interreg-Zuschuss von rund 160.000 Euro Großes für die deutsch-dänische Zusammenarbeit. Seit Sommer 2016 setzt sich das Projekt dafür ein, junge Menschen aus Deutschland und Dänemark zusammenzubringen und so, trotz der noch fehlenden Landverbindung in der Fehmarnbelt-Region, grenzüberschreitende Kontakte im Bildungsbereich zu stärken.

Durch „Nachbarschaftspflege“ zu festen Fehmarnbelt-Verbindungen

19 Kilometer Luftlinie trennt das deutsche und dänische Ufer in der Fehmarnbelt-Region voneinander. Noch sind diese weder durch eine Brücke noch einen Tunnel miteinander verbunden. Durch Kooperation zwischen der Beruflichen Schule des Kreises Ostholstein in Eutin und dem Zealand Business College sowie mit der Unterstützung lokaler Unternehmen und  Wirtschaftsorganisationen, soll diese Distanz für junge Menschen keine Barriere sein und mentale Brücken sollen gebaut werden.  So erhalten insgesamt 60 Berufsschüler die Chance, durch Praktika im Nachbarland und die gemeinsame Leitung einer Schülerfirma, grenzüberschreitende Kompetenzen zu entwickeln und deutsch-dänische Kontakte zu knüpfen. Ziel ist es auch, den Schülern eine aktive Rolle in der Gestaltung einer neuen, fest miteinander verbundenen Fehmarnbelt-Region zu ermöglichen.

2017  konnten bereits Kurzpraktika stattfinden, in denen die deutschen und dänischen Berufsschüler in 15er-Gruppen gegenseitig das Nachbarland besuchten. Gerald Schlüter, Lehrkraft an der Berufsschule Eutin und B.E.L.T.-Projektkoordinator berichtet, dass die Schüler den Praktika mit viel (positiver) Aufregung entgegengeblickten:  „Auf beiden Seiten der Grenze hat sich gezeigt,  dass eine gewisse deutsch-dänische Distanz „in den Köpfen“  durch die generelle Offenheit und einen wohlwollenden Umgang miteinander überwunden werden kann. Obwohl sich jeder seiner Wurzeln bewusst ist, haben sich die kulturellen Unterschiede positiv auf die Zusammenarbeit ausgewirkt. Die neuen Einsichten und Erfahrungen sind sehr gut bei den Berufsschülern angekommen und die „Nachbarschaftspflege“ eine Arbeit, die gerne auf sich genommen wird.“

Vorfreude auf weitere Begegnungen im Sommer

Nach den positiven Erfahrungen im letzten Jahr  sind für  den Sommer noch 2018 weitere und längere Aufenthalte an neuen und unterschiedlichen Standorten in der Programmregion geplant. Durch Team Building-Aktivitäten zwischen den deutschen und dänischen Berufsschulen sollen die Kontakte zwischen den Teilnehmern noch weiter gestärkt werden. Durch die direkten Verbindungen und geschaffenen Vergleiche zwischen Deutschland und Dänemark soll der Bildungsbereich in der Grenzregion langfristig profitieren.