Die Interreg-Karawane beim ersten deutsch-dänischen Festival

Zum Abschluss des Interreg-Projekts Benefit4Regions hat das erste deutsch-dänische Festival – inspiriert durch die dänische Folkemøde auf Bornholm –  auf dem Pfadfinderhof Tüdal bei Eggebek stattgefunden. Unter offenem Himmel und bei strahlendem Sonnenschein wurde das Festival auf einer Bühne mitten in der Natur eröffnet, während auf dem Marktplatz spannende Infostände von beiden Seiten der Grenze aufgebaut wurden. Das Ziel von Benefit4Regions war die Entwicklung gemeinsamer Lösungen, um die ländlichen Räume in der deutsch-dänischen Programmregion zu stärken. Dies wurde durch das Tagesprogramm und die Debattierenden auf der Bühne sowie durch die Präsentationen und Informationen an den verschiedenen Ständen, welche die Besucher des Festivals besuchen konnten, illustriert.

Gemeinsam mit den Projekten Gefahrenabwehr ohne Grenzen 2.0, kultKIT II und KursKultur war auch die Interreg-Karawane mit einem Stand auf dem Marktplatz zu finden, u.a. neben den Interreg-Projekten Fit4Jobs und VekselWirk.

Sowohl deutsche als auch dänische Bürger kamen auf ein Gespräch über die deutsch-dänische Zusammenarbeit vorbei. Unter anderem erhielt ein deutscher Jungunternehmer einen größeren Einblick darin, welche Möglichkeiten es auf der anderen Seite der Grenze zum netzwerken gibt – z.B. durch die Interreg-Projekte VekselWirk und Fit4Jobs. Andere Bürger haben durch kultKIT und KursKultur erfahren, wie sich deutsche und dänische Kinder durch Mikroprojekte treffen können – beispielsweise, wenn sie Plastikmüll im Wattenmeer sammeln und diesen nutzen, um daraus Kunst herzustellen, oder wenn sie ein Tanztheater zum Thema Nachhaltigkeit entwickeln. Gleichzeitig konnte das Projekt Gefahrenabwehr ohne Grenzen von gemeinsamen Einsätzen über die Grenze hinweg, u.a. bei der Brandbekämpfung, erzählen.

Stefan Leyk, Vorsitzender des Interreg-Ausschusses und Kreispräsident des Kreises Plön, in welchem das Projekt Benefit4Regions auf deutscher Seite verankert ist, hat ebenfalls am Festival teilgenommen und dort u.a. die Eröffnungsrede gehalten.
„Das deutsch-dänische Festival war sicherlich ein Höhepunkt sowohl für das Projekt Benefit4Regions als auch für das Förderprogramm Interreg Deutschland-Danmark. Mich hat die große Bandbreite der Themen zur Stärkung der ländlichen Räume sowohl bei den Debatten als auch bei der Ausstellung begeistert, weil dadurch eine der Grundideen von Interreg, das voneinander lernen, anschaulich dokumentiert wurde. Hinzu kam die besondere Atmosphäre des Veranstaltungsortes, eine professionelle Organisation und der Pakt mit dem Wettergott. Ich würde es sehr begrüßen, wenn das deutsch-dänische Festival eine Fortsetzung finden würde,“ sagte Stefan Leyk.

Projekte, die bei der Interreg-Karawane in Tüdal dabei waren

Gefahrenabwehr ohne Grenzen 2.0: Wenn ein Unfall geschieht, sollen die Betroffenen schnellstmöglich die nötige Hilfe erhalten. Das Projekt arbeitet daran, dass die deutsch-dänische Landesgrenze kein Hindernis darstellt, wenn es darum geht, rechtzeitig lebensrettende Hilfe zu erhalten – unabhängig davon, auf welcher Seite der Grenze man sich befindet.

KursKultur: Das Projekt fördert die deutsch-dänische Kulturarbeit. Ziel ist es, das interkulturelle Verständnis im Hinblick auf den deutschen bzw. dänischen Lebensstil und die Kultur zu fördern. Die Mikroprojekte sollen vor allem für Kinder und Jugendliche Kulturbarrieren abbauen und das interkulturelle Verständnis über die Grenze hinweg steigern.

kultKIT: Ein deutsch-dänisches Kulturprojekt, das die Bürger in der Fehmarnbelt-Region dichter zusammenbringen soll. Das Projekt ist ein sogenanntes Schirmprojekt, bei dem Geld für viele kleine Projekte in den Bereichen Ausbildung, Kultur, Sport, Freizeit und Transport beantragt werden kann. Die Zielgruppe stellen vor allem Kinder und Jugendliche dar.

Über Benefit4Regions – B4R

  • 11 Projektpartner und 19 Netzwerkpartner
  • Das Projekt hat einen Katalog dazu entwickelt, wie lokale Lebensmittel die Entwicklung der ländlichen Räume unterstützen können – beispielsweise durch gemeinsames Essen in einer kleinen Gemeinschaft, das Einladen eines Fremden zum Essen und den Gebrauch lokaler Rohstoffe in kommunalen Institutionen.
  • Es wurde eine Richtlinie „10 Schritte in der Entwicklung des Mikrotourismus“ erstellt.
  • Das Projekt hat Empfehlungen zur Antragstellung und Durchführung von Projekten mit externer Förderung, wie z.B. durch die EU, erstellt.

Entwicklung einer Plattform, die dem Austausch von Informationen, Erfahrungen und dem Wissen über die regionale Entwicklung dienen soll: www.copedia.eu