Die Roboter kommen!

Mähroboter für den Garten, Saugroboter, Melkroboter. Einige Beispiele der Roboter, die bereits Teil unseres Alltags geworden sind, ohne dass wir besonders darüber nachdenken. Das Interreg-Projekt PANaMa möchte jedoch, dass Schüler und Lehrkräfte mehr über Technik und Naturwissenschaften nachdenken, und hat bereits gute Resultate geschaffen.

Dies hat sich deutlich gezeigt, als PANaMa vor kurzem die Halbzeitkonferenz an der A.P. Møller Schule in Schleswig abgehalten hat. Dort haben viele engagierte Projektpartner von deren Erfahrungen mit u.a. Robotertechnologie im Unterricht, Schulprojekten und –ausstellungen über nachhaltige Energie, Forschungscamps über Roboter und Automatisierung für Schüler, Fortbildungen und Erfahrungsaustausche für Lehrkräfte und Unternehmensbesuchen berichtet. Leadpartner des Projekts ist das Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel.

Das PANaMa-Projekt arbeitet daran, Schulabgängern und Lehrkräften die Möglichkeiten und den Bedarf am Arbeitsmarkt in der Programmregion aufzuweisen. Hier liegt das Potenzial in der Robotertechnologie, den hochtechnologischen Materialien und den starken Branchen wie Energie und Landwirtschaft, die in den kommenden Jahren immer mehr ausgebildete Fachkräfte in der Mathematik, Technik und Naturwissenschaft benötigen. PANaMa bringt die Wirklichkeit ins Klassenzimmer und nimmt die Schüler und Lehrkräfte mit in das Leben von Unternehmen, wodurch eine Verbindung  zwischen Unterricht und Arbeitsleben geschaffen wird, die oftmals fehlt.

Von der Schulbank aus kann es schwer sein zu sehen, wofür man Mathematik und Naturwissenschaft brauchen kann, aber dies kommt ganz von alleine, wenn man probieren soll, Roboter zu programmieren und die Technik nutzen soll, die auch in der Industrie verwendet wird – nur im geringeren Maßstab. Eine Initiative des PANamA-Projekts ist aus diesem Grund, dass Schulklassen Evo-Ozoroboter ausleihen können – kleine programmierbare Roboter in der Größe eines Tischtennisballs. Auf der Ølgod Schule hat der Mathelehrer Peter Christensen das Angebot mit zwei 9. Klassen angenommen und beschreibt die Erfahrung in der Fachzeitschrift Mathematik:
„Die Technik wird in der Industrie verwendet, sodass es etwas Reelles ist, mit dem wir arbeiten. Dies ist auch für die Schüler ein sehr guter Weg, um zu erleben, dass eine ‘Maschine‘ das tut, worum man sie bittet. Es ist ein spielerisches Element innerhalb des Prozesses und sorgt dafür, dass alle sich trauen dabei zu sein – auch die, die keinen technischen Bezug zum Fach haben. Nach und nach werden die Anforderungen gesteigert und die Schüler sollen sowohl kommunikative als auch mathematische Fähigkeiten im Versuch vorweisen können, die Aufgabe zu lösen. Mehrere Schüler waren manchmal frustriert, denn ‘es macht nicht das, worum wir es bitten‘, dennoch gab es darauf nur eine Antwort: ‘Doch, das tut es – und nur genau das‘.“

Das spielerische Element ist auch ein Teil dessen, worauf sich PANaMa zukünftig fokussieren wird. Auf dem Programm steht u.a. eine Zusammenarbeit mit der Technologieschule in Odense und der Kieler Forschungswerkstatt, wo Schüler außerhalb der Schulzeit die Möglichkeit haben, das Kodieren zu lernen. Als neuen Ansatz möchte PANaMa selbst Workshops über Kodierung und Kryptographie durchführen.