Gefährliche Schiffskollision – Zusammenarbeit rettet Leben

Zwei Schiffe kollidieren. Überall Verletzte. Rettungshelfer werden aus Helikoptern abgeseilt während die Besatzung des Schiffes versucht sich einen Überblick zu verschaffen und Passagiere zu beruhigen. Gleichzeitig wird eine große Rettungswache auf Land mobilisiert um den vielen Verletzten helfen zu können – Fast wie in einem Hollywood-Actionfilm, doch so sah es tatsächlich aus, als Polizei und Rettungsdienste aus Deutschland und Dänemark gemeinsam eine große Rettungsübung auf der Fähre zwischen Röm und Sylt durchführten.

„Das Ganze wirkte so unglaublich realistisch. Ich war noch nie bei einer so großen inszenierten Übung dabei. Der Einsatz und nicht zu Letzt die Professionalität beeindrucken mich. Alle Beteiligten haben die Übung sehr ernst genommen.“ so Patrick B. Schmidt, Praktikant im Interreg-Sekretariat, der ganz nah dabei war.

 

 

 

 

 

Auf der dänischen Insel Röm waren an diesem Tag eine Vielzahl von Krankenwagen, Feuerwehrwagen und andere Rettungsdienste vor Ort, die bereit waren, den Verletzten zu helfen, die an Land kamen. Insgesamt nahmen 320 Personen, wovon 160 Rettungskräfte waren, an der Übung teil. Die Übung wurde in Zusammenarbeit zwischen deutschen und dänischen Behörden und Rettungsdiensten durchgeführt. Nicht weit vom Hafen entfernt, wurde eine Schule in ein Evakuierungslager verwandelt, welches als Sammelpunkt funktionierte.

Rettungsfahrzeuge an Land, mehrere Helikopter in der Luft und Schiffe im Wasser – alle waren Teil der Übung. Von insgesamt fünf involvierten Helikoptern, kamen drei von der dänischen Bundeswehr (Forsvaret), hierunter der nagelneue Rettungshelikopter „Seahawk“. Die Rettungshelikopter kontrollierten die Situation aus der Luft und halfen so dabei die anderen Helfer zu koordinieren.

Grenzübergreifende Lebensrettung

Das Interreg-Projekt „Gefahrenabwehr ohne Grenzen“ war Mitveranstalter und selbst auch bei der Übung repräsentiert. Das Projekt hat u.a. die Teilnahme von deutschen Akteuren organisiert. Die deutsch-dänische Zusammenarbeit war ein zentrales Element für die Meeresverschmutzungsübung, bei der getestet wurde, wie die deutschen und dänischen Behörden gerüstet sind, sollte eine Katastrophe eintreffen. Deutsche Krankenwagen und Helikopter nahmen u.a. in der Übung teil, worüber sich Harald Siemen von der Berufsfeuerwehr in Flensburg, Projektmitarbeiter bei „Gefahrenabwehr ohne Grenzen“, freute; „Solche Übungen sind ein sehr gutes Beispiel dafür, wie die Interreg-Gelder wirklich zu einen positiven und effektiven Unterschied in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen deutschen und dänischen Rettern beitragen.“

Übungen sind das eine, aber auch im echten Leben, in wirklichen Notfällen, wird über die Landesgrenze hinweg zusammen gearbeitet. Um dies realisieren zu können, sind gemeinsame Konferenzen, Treffen und Übungen allerdings notwendig. „Wir helfen einander, weil wir können und wollen, aber in hohem Maße auch, weil es Sinn macht und wichtig ist, den Bürgern im Notfall schnellst möglichst helfen zu können.“ Setzt Harald Siemen fort. Sollte es zu einem Notfall kommen, können Sie sicher sein, dass Hilfe auf dem Weg ist – egal auf welcher Seite der Grenze der Notfall eintritt.

Möchten Sie mehr über „Gefahrenabwehr ohne Grenzen“ erfahren? Dann klicken Sie hier.