KursKultur schafft Mehrwert

Nein nein … ich kann nicht tanzen, hier kennt mich keiner und ich kann nicht verstehen, was sie sagen.
– Mia

Mia ist zusammen mit ihrer 7. Klasse beim Tanztheaterprojekt „Elemente“ dabei, das von Nachhaltigkeit handelt. Das Projekt ist eines von insgesamt 60 sogenannten Mikroprojekten, die neben einer Reihe anderer Aktivitäten vom Interreg-Projekt KursKultur unterstützt werden. Am 9. Mai wurde das Projekt bei der Abschlussveranstaltung von 130 Akteuren, Bürgern und Politikern gefeiert.

In fast vier Jahren hat KursKultur mit seinen Mikroprojekten Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu motiviert, sich für die Kultur, Sprache des Nachbarlandes und das gemeinsame Kulturerbe zu interessieren, wobei auch die Themen Sport und Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus gerückt sind. Obwohl das Projekt in erster Linie auf die Region Sønderjylland-Schleswig gerichtet ist, sind auch einige Projektakteuren und Zielgruppen der gesamten Programmregion involviert. Insgesamt umfasst KursKultur 60 Kulturprojekte, 4 Sportprojekte, 180 Transportpoolprojekte, 18 Museen, 15 Sprachprojekte und mehr als 70 Schulklassen.

„Es gab wirklich viele gute Projekte und viele waren umfangreicher als bisher. Das deutet darauf hin, dass die Akteure mutiger und erfahrener geworden sind,“ sagt KursKulturs Projektkoordinatorin Anne-Mette Olsen.

In rund 15 Prozent der Mikroprojekte waren Akteure außerhalb des unmittelbaren Grenzgebiets involviert, und mehr als 20.000 Menschen haben sich während der Projektlaufzeit kennengelernt und mehr über sich und einander gelernt. Darüber hinaus wurden verschiedene Materialien und Broschüren erstellt: unter anderem Unterrichtsmaterial über die Nachbarsprache sowie Kurse über Kunst, Kultur und Geschichte. Die Zusammenarbeit bezieht Ausbildungseinrichtungen, Museen, Künstler und Kulturinstitutionen ein. Lassen Sie sich inspirieren unter www.kulturakademi.de

Und was, wenn die anderen wirklich seltsam sind?
– Mia

Die Erfahrungen aus den Mikroprojekten zeigen, dass es von entscheidender Bedeutung ist, dass die dänisch-deutschen Projektpartner ausreichend Zeit dafür verwenden, die jeweilige Erwartungshaltung untereinander abzustimmen.

In den Kunstprojekten geht es darum, Vertrauen zwischen dem Künstler und Teilnehmer zu schaffen. Kunst, Anerkennung und Vertrauen schaffen Raum für Inklusion. ermöglichen Inklusion sowie Talent. Es kann eine Herausforderung sein, ehrenamtliche Sportvereine zur Teilnahme an Projekten zu motivieren, da die ehrenamtlichen Mitarbeiter im Voraus viel eingespannt sind und daher besondere Anstrengungen unternommen werden müssen, das Antragsverfahren zu vereinfachen. Bei den Jugendlichen ist es unter anderem wichtig, ein Interessengebiet zu finden und anzubieten, welches die Zielgruppe anspricht – und dass die Aktivitäten einfach gestaltet und zeitlich überschaubar sind. Bei Treffen von Schülern ist es notwendig, die Interaktion der Schüler untereinander zu unterstützen. Hier sind meist praktische Aktivitäten und Aufgaben hilfreich, da die Schüler oft Schwierigkeiten haben, die andere Sprache zu verstehen, aber auf diese Weise eine Interaktion entstehen kann, die Freude am Dabeisein schafft.

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, reicht es nicht aus, nur darüber zu sprechen. Zum Beispiel hat das Projekt „HavFald“ Plastikmüll im Wattenmeer gesammelt und daraus Kunst geschaffen.

Es ist toll, miteinander zu tanzen!
– Mia

In einem Workshop der Abschlussveranstaltung haben die Teilnehmer nach vorne geblickt: Welche Erfahrungen des ersten KursKultur-Projektes sind wichtig und sollen im neuen Projekt mit eingebunden werden? Welche Wünsche gibt es für KursKultur 2.0, das ebenfalls Mikroprojekte fördern möchte?
Das neue Projekt wird verstärkt damit arbeiten, Akteure und Zielgruppen der gesamten Programmregion einzubeziehen. Der Fokus wird weiterhin auf Kinder und Jugendliche, Nachbarsprachen und eine gestärkte Vermittlung von Kultur und Geschichte gerichtet sein.

Es wird auch spannend sein, die Arbeit des Projekts zur Entwicklung einer dänisch-deutschen Sprachdidaktik der Nachbarländer und einer kulturell und sprachlich angepassten Kommunikation in den beteiligten Museen zu verfolgen. Als Neuheit ist zudem ein „Sofort-Pool“ hinzugekommen, der die Projektinitiierung, die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch zwischen Erwachsenen unterstützt.

Sehen Sie mehr unter: www.kulturfokus.de und www.kulturakademi.de