Interreg-Teilnahme am Tag der Deutschen Einheit in Kiel

Am 3. Oktober 2019 feiert ganz Deutschland das 29. Jubiläum der offiziellen Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland 1990, ein Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer. Jedes Jahr wird eine deutsche Landeshauptstadt als offizielle Hauptstadt für die Feierlichkeiten ernannt. Dieses Jahr übernimmt die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel, die auch Teil der Interreg Deutschland-Danmark Programmregion ist, die Rolle des Gastgebers. Unter dem Motto „Mut verbindet“ findet am 2. und 3. Oktober 2019 ein großes Volksfest mit vielen Aktivitäten in ganz Kiel statt. Unter anderem hat jedes Bundesland sein eigenes Zelt. Am 3. Oktober 2019 um 14 Uhr wird Interreg im Zelt des Landes Schleswig-Holstein vor dem Landtag auf der Bühne sein, wo wir das Interreg-Programm, einige Projekte und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Ergebnisse präsentieren werden. Es bedarf nämlich auch Mut, sich für die Zusammenarbeit über die Grenze hinweg zu entscheiden, für die Interreg steht – trotz aller Unterschiede und früheren Uneinigkeiten.

Wir werden außerdem ein eigenes Zelt haben indem unter anderem die Karawane an beiden Tagen in Kiel dabei sein wird. Wir freuen uns gemeinsam mit den Projekten darauf, den vielen Besuchern zu zeigen, wofür Interreg steht und wie die Projekte jeden einzelnen von uns nachhaltig beeinflussen können. Kommen Sie vorbei und besuchen Sie uns im Zelt W117 im Ratsdienergarten, an der Ecke Dänische Straße und Jensendamm.

Die Nutzung der Busse in Kiel wird an den beiden Tagen kostenlos sein, und es wird Park & Ride Möglichkeiten am Stadtrand wie z.B. CITTI-Park und bei IKEA geben. Außerdem ist es am 3. Oktober möglich, kostenlos mit der Bahn im SH-Nah-Tarif von und nach Kiel fahren. Es wird mit etwa einer halben Million Besuchern über die zwei Tage hinweg gerechnet, sodass es sich lohnt über die Transportmöglichkeiten im Vorhinein Gedanken zu machen.

Weitere Informationen zu den Feierlichkeiten, dem Programm und den Transportmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage:
www.mut-verbindet.de

 

Innovationspreis für nachhaltige deutsch-dänische Projekte

Indoor-Landwirtschaft unter LED-Lichtern, Komposttoiletten für Festivals und eine transportfähige Spülmaschine auf einem Lastenfahrrad, die den Verbrauch von Einwegbesteck und – Geschirr mindert. Dies sind Beispiele der insgesamt 12 kreativen Ideen und Produkte, die in grenzüberschreitender Zusammenarbeit entwickelt wurden und am 31. August 2019 die Crossborder Innovation Challenge gewonnen haben. Das Interreg Projekt VekselWirk stellte die Aufgabe mit großer Herausforderung und verlieh die dazugehörigen Preise als Teil des zweitägigen Innovationsfestivals „Neu.Nachhaltig.Nordisch“ in Kiel mit Fokus auf Design und Mobilität. Die Hauptaufgabe von VekselWirk ist es, einen Raum für kreativen Austausch und ein grenzüberschreitendes Netzwerk zu schaffen, sowie die innovative und nachhaltige Entwicklung der Grenzregion.
38 Ideen und Designs hatten sich bei der Crossborder Innovation Challenge angemeldet. Die Jury legte besonders großen Wert auf innovative, soziale, ökologische und skalierbare Nachhaltigkeit, bei der eine gute kleine Idee später im größeren Maßstab funktionieren kann. Die Gewinner zeigen deutlich, was in der deutsch-dänischen Programmregion alles möglich ist. Jedes Gewinnerprojekt bekommt einen Mentor zugeteilt, der im weiteren Prozess behilflich sein soll. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2019präsentiert sich das Projekt VekselWirk am Rathausmarkt in Kiel. Vom 4. bis 10. Oktober kann man VekselWirk zusammen mit den 12 Gewinnern der Crossborder Innovation Challenge täglich von 16 bis 20 Uhr im Pop-Up Pavillon am Alten Markt in Kiel erleben.

 

Frontaler Zusammenstoß an der Grenze

Der Notruf lautete: Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Zwei Autos waren frontal zusammengestoßen – direkt am Grenzübergang Süderlügum. Als Teil des Interreg Projektes „Gefahrenabwehr ohne Grenzen 2.0“ rückte Rettungspersonal inklusive -ausrüstung von beiden Seiten  der Grenze zur Unfallstelle aus – hierunter auch ein Rettungshubschrauber.

„Selbst wenn der Unfall sich auf dänischer Seite abspielt, kann die deutsche Einsatzstelle manchmal schneller am Unfallsort eintreffen – und umgekehrt. Von dieser Zusammenarbeit machen wir Gebrauch“, erklärt Projektkoordinator Kenneth Achner newsbreak.dk.

Die Einsatzkräfte kamen unter anderen aus Tondern, Süderlügum, Klixbüll, Ambulance Syd, Rettungsdienst Nordfriesland, DRF Luftrettung und Landespolizei Schleswig-Holstein.

Obwohl man glauben könnte, dass Unsicherheit darüber herrscht wer an der Einsatzstelle in Grenznähe die Verantwortung trägt, ist dies nicht der Fall. Wenn im Grenzgebiet die 112 gewählt wird können die Anrufe zwischen den deutschen und dänischen Leitstellen umgeleitet werden. In einer Zone von 5 Km von der Grenze werden meistens sowohl die deutschen wie die dänischen Einsatzkräfte alarmiert – so geschah es auch am besagten Nachmittag beim Grenzübergang Süderlügum, wo zwei dänische Unfallopfer behandelt wurden.

Die gute Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften auf beiden Seiten der Grenze wurde am 3. September zusätzlich gestärkt und erweitert, als dänische und deutsche Politiker eine Kooperationsvereinbarung zwischen Region Süddänemark, Stadt Flensburg, Kreis Schleswig-Flensburg und Kreis Nordfriesland unterschrieben haben. Die Vereinbarung sichert auch weiterhin die schnelle und grenzüberschreitende Hilfe für die Bürger bei z.B. Zugunglücken, Busunfällen oder Flugzeugabstürzen.

 

 

Fotos:
Mona Taube, Kiel-Marketing
Harald Siemen, Gefahrenabwehr ohne Grenzen
Henning Nawotki