Mehr von dem, was besonders gut funktioniert

Teaser: Bonebank und JUMP haben Mittel  für ergänzende Aktivitäten genehmigt bekommen. Lesen Sie hier mehr.

Lasst uns mehr von dem bekommen, was besonders gut funktioniert” –  diese Strategie wurde im Interreg-Ausschuss vor über einem halben Jahr beschlossen („Wir setzten auf unsere Stärken“), um die Stärken der Programmregion weiter zu stärken. Ein Weg um dies zu erreichen besteht darin erfolgreichen Projekten die Möglichkeit zu geben weitere Zuschüsse für ergänzende Aktivitäten zu beantragen.

Dies ist seit dem Frühling 2018 möglich und zwei Projekte haben bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Es dreht sich hierbei um die Projekte Bonebank und JUMP, welche beide weitere Interreg-Mittel genehmigt bekommen haben und dadurch neue Aktivitäten durchführen können, basierend auf dem, was besonders gut funktioniert hat.

Von Abfall zu Gold

Das Ziel des Bonebank-Projektes ist, Stammzellen aus dem Knochenmark und Blut, welche üblicherweise bei Routineoperationen als Abfallprodukte gelten, zu gewinnen. Die Stammzellen werden in einer deutsch-dänischen Biobank aufbewahrt, damit sie später zur Behandlung der operierten Patienten, anderer Patienten oder zu Forschungszwecken und zur Entwicklung neuer Produkte in der Medizinindustrie angewendet werden können. Bis jetzt hat das Projekt vielversprechende Resultate gezeigt, es geschafft ins Fernsehen und in die geschriebenen Medien zu kommen und des Weiteren eine sehr starke Partnerschaft mit u.a. einem der führenden Unternehmen in diesem Gebiet zu etablieren.

Durch die neuen Aktivitäten sollen im Rahmen des Ergänzungsantrags u.a. ein neues Stammzellenprodukt hergestellt werden und konkrete Maßnahmen durchgeführt werden, damit die Programmregion in Zukunft über Unternehmen verfügt, welche solch ein Stammzellenprodukt herstellen und verkaufen. Wenn das Projekt beendet ist, wird sich eine europäische Kompetenzgruppe für Knochenmarkstammzellen in der dänisch-deutschen Programmregion etabliert haben, welches sowohl die Sichtbarkeit als auch das Potenzial der Region stärkt. Insgesamt hat Bonebank weitere 866.275 Euro für die ergänzenden Aktivitäten bewilligt bekommen.

Mehr Ausbildung für junge Leute in der Programmregion

Das Projekt JUMP hat weitere 486.020 Euro als Mittel bewilligt bekommen. JUMP hat den Mangel an qualifizierter Arbeitskraft in der Programmregion als Ausgangspunkt. Die Zielsetzung ist, dass junge Menschen mit Lernschwierigkeiten einen besseren Zugang zu Ausbildung und Tätigkeit bekommen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Projekt bisher Initiativen entwickelt, um die Mobilität und interkulturelle Kompetenzen der Zielgruppe zu fördern. Gleichzeitig ist es gelungen Unternehmen zu motivieren die jungen Leute einzustellen und zu integrieren.

Die Zuschussbewilligung baut weiterhin auf die guten Erfahrungen und Resultate des Hauptprojektes. Es soll u.a. ein „Bed and Bike“ (Fahrradfreundliche Übernachtungsmöglichkeit) in Torreby in Guldborgsund Kommune errichtet werden und weitere Aktivitäten, die die Mobilität und kulturelle Kompetenzen der jungen Leute (und damit ihre Arbeitsbereitschaft) stärken, sollen durchgeführt werden. Durch die ergänzenden Aktivitäten wird die Partnerschaft gestärkt und es sollen weitere Mitarbeiter eingesetzt werden, um eine langfristige Verankerung der Projektresultate zu sichern.

Welche Bedingungen muss ein Projekt für einen  Ergänzungsantrag erfüllen?

Folgende Bedingungen für den Ergänzungsantrag müssen erfüllt werden:

  1. Es werden neue, ergänzende Aktivitäten durchgeführt und eventuell zusätzliche Akteure hinzugezogen, welche dem Projekt neue Qualität verleihen. Der Bedarf für die neuen Aktivitäten muss plausibel begründet sein und kann aus den bisherigen Projektresultaten hergeleitet werden. Sie sollen einen klaren grenzübergreifenden Mehrwert haben und im größtmöglichen Umfang zu einer besseren Verankerung führen, wie z.B. die Weiterentwicklung eines Produktes.
  2. Der Ergänzungsantrag kann die Laufzeit des Projekts maximal um 18 Monate verlängern.
  3. Es dürfen keine vorherigen genehmigten Ergänzungsanträge für dasselbe Projekt vorliegen.

Die Ergänzungsanträge werden auf Grundlage von bestimmten Bewertungskriterien bewertet und werden vom Interreg-Auschuss behandelt. Im Fact Sheet „Ergänzungsanträge“ auf der Homepage (Fact Sheet Ergänzungsanträge), kann man weitere Information über  Ergänzungsanträge für bereits  genehmigte Projekte finden. Wir empfehlen, dass interessierte Projekte das Interreg-Sekretariat kontaktieren um die Vorgangsweise zu besprechen.

Die nächsten Antragsfristen für Ergänzungsanträge sind d. 30.09.2018, 25.02.2019 und 10.09.2019.