Mit Selfiestick und 100 neuen Ideen – Ein Videodreh für die sozialen Medien mit kleinem Budget

„Das Handy in einer Halterung, den Arm ausgestreckt und dann gehen wir los – der Zuschauer soll das Gefühl haben mit mir im Wald oder am Strand unterwegs zu sein und dass ich direkt mit ihm spreche. Also haltet die Kamera auf eurer Augenhöhe und sprecht direkt in Richtung Linse.“
Der Naturratgeber Jonas Gadgaard, auf Facebook und Youtube eher bekannt als NaturNørd, demonstriert mit vielen Armbewegungen, was genau er meint. Auf einem großen Bildschirm hinter ihm läuft ein Video, in dem er komplett bekleidet in einen Gartenteich steigt, um Wasserkäfer zu finden – bei dem selbsterlernten Videoblogger folgen tatsächlich auf Worte auch Taten.

Im Publikum des Kommunikationsnetzwerktreffen in Odense wurde viel gelacht und interessiert zugehört, während die Kommunikationsmitarbeiter von 19 Interreg-Projekten einen Einblick darin erhielten, was Zuschauer auf den sozialen Medien anzieht und fesselt. Thema des Netzwerktreffens war die Videoproduktion für die sozialen Medien mit geringem Budget.

Nach einem Statusbericht der Arbeit mit unserem neuen Kommunikationskonzept im Interreg-Sekretariat, von welchem sich viele Projekte gerne inspirieren lassen, präsentierten die Projekte FucoSan und STaRForCE ihre neuesten Videomaterialien. Beide Projekte hatten in ihren Videos Elemente eines Zeichentrickfilms eingebaut. Sie erhielten Feedback und konstruktive Vorschläge zu Änderungen und Verbesserungen von den anderen Teilnehmern: Die grünen Blätter, die Algen darstellen sollten, könnten leicht mit etwas anderem verwechselt werden; ein Sprecher hatte zu viel Raumklang; einige Szenen und Erklärungen enthielten zu viele Details, sodass der Film zu lang wurde. Es gibt vieles, was man von den Anmerkungen und Erfahrungen der anderen Projekte lernen kann und diese Möglichkeit des Netzwerkens wurde auch den gesamten Tag genutzt.

Es ist nicht ganz so einfach, ein gutes Video zu erstellen, wie einige Projekte bereits erfahren haben – Bilder, Ton und Text sollen eine gute Geschichte ergeben oder eine bestimmte Botschaft vermitteln. Es zahlt sich jedoch aus, wenn man anfangs etwas herumexperimentiert – so ist es auf jeden Fall möglich, mehr Abonnenten und mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. NaturNørd fasst seine Hinweise für alle zusammen und gibt uns einige Tipps und Tricks mit auf den Weg:

Ausstattung: Sie benötigen einen Selfiestick oder ein zusammenklappbares Stativ mit einer Halterung für ein Handy um die Aufnahmen zu tätigen. Dies hat den Vorteil einer einfacheren Kameraführung und mit dem Handy auf einer Höhe zu sein.

Bearbeitungsprogramm: Wählen Sie ein einfaches und kostenloses Programm. Je mehr Funktionen das Programm hat, desto mehr Zeit brauchen Sie später bei der Bearbeitung. NaturNørd empfiehlt Windows Movie Maker. Das Projekt Health-CAT arbeitet bereits mit dem Programm Davinci Resolve.

Ideenentwicklung: Erstellen Sie eine Liste mit all Ihren Videoideen, bevor sie starten.  Dann haben Sie noch Themen in petto, wenn Sie Ihre einfachsten Ideen bereits zu Anfang umgesetzt haben. Ihre Abonnenten rechnen damit, dass es laufend weitere Videos von Ihnen geben wird.

Die Präsentationen, Materialien und Links des Treffens wurden bereits an alle Kommunikationsmitarbeiter und Leadpartner per Mail verschickt. Wenn Sie auch daran interessiert sein sollten, die Materialien jedoch noch nicht erhalten haben, dürfen Sie sich gerne an Nina Matthiesen aus dem Interreg-Sekretariat wenden: matt@rsyd.dk

Evt. zur Illustration:

https://vimeo.com/329968354/151a3c371d (deutscher STaRForCE-Azubi)