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GrĂĽne Ideen bei carpeDIEM

Grüne Energien, effiziente Ressourcennutzung und Klimawandel – Themen, die ihren Weg in unseren Alltag gefunden haben. Und auch bei Interreg Deutschland-Danmark legen wir Wert darauf, die Programmregion auch zukünftig so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Obwohl die nachhaltige Entwicklung ein so brandaktuelles Thema sowie ein Ziel des Interreg-Programms ist, wurde in dem Bereich erst ein Projekt genehmigt. Dieses Projekt heißt CarpeDIEM und konzentriert sich auf die Entwicklung neuer grüner Lösungen zur optimierten Ressourcen- und Energienutzung. CarpeDIEM arbeitet daran, dass in der nahen Zukunft lokal vorhandene Energieressourcen optimal genutzt werden können. Dies zielt konkret auf den Eigenverbrauch ab, was bedeutet, dass lokal hergestellte Energie lokal verbraucht werden soll. „Unser Ziel ist es, den Eigenverbrauchsanteil so weit wie möglich zu erhöhen, um den optimalen Energieverbrauch nachhaltiger in der gesamten Programmregion nutzen zu können“, sagt Robert Brehm, Projektkoordinator des Projekts am Mads Clausen Institut in Sønderborg (DK).

Der Interreg-Ausschuss wünscht sich weitere Projekte in der Priorität 2.1 und hat das Interreg-Sekretariat darum gebeten, weitere Akteure zu mobilisieren. Um das Interesse potentieller Projektakteure zu wecken, werden gezielt Workshops durchgeführt und Infomaterialien produziert. Für Robert Brehm ist es nicht nachvollziehbar, dass es in dieser Priorität so wenig Projekte gibt, da er persönlich „unendlich viele Projektideen“ für diese Priorität hätte. „Grüne Energien und Ressourcennutzung sind aktuelle Themen und Herausforderungen, vor die ganz Europa – wenn nicht gar die ganze Welt – gestellt wird“, erklärt er und verweist auf die verschiedenen Klimaziele Europas, sowie das Abschalten der Atomkraftwerke in Deutschland. Für ganz Europa reicht es für CarpeDIEM noch nicht ganz, aber die Interreg-Programmregion stellt eine erste gute Möglichkeit dar, den Stein ins Rollen zu bringen.

Nach noch nicht einmal der Hälfte der Projektlaufzeit kann das Projekt bereits wesentliche Erfolge vorweisen. Um lokal vorhandene und lokal erzeugte Energie optimal nutzen zu können, hat sich das Projekt mit einem Dorf in Nordfriesland, Dörpum, zusammengetan, welches selbstversorgend agieren soll und dies größtenteils bereits tut. Daraus resultierend entwickelt sich ein Folgeprojekt, welches die ganze Gemeinde umfasst. Für CarpeDIEM stellt dies einen riesigen Erfolg dar, dass sich aus ihrem Projekt bereits während  der Projektlaufzeit ein Folgeprojekt entwickelt hat. „Es ist eine wahnsinnige Bestätigung, dass wir mit dem, was wir tun, genau den richtigen Weg einschlagen“, erzählt Robert Brehm sichtlich stolz. „Allgemein bekommen wir von allen Seiten nur positives Feedback. Es ist schön zu sehen, wie das Projekt akzeptiert wird. Das ist uns bei gerade diesem Thema besonders wichtig“, fährt er fort.

Die Projektakteure arbeiten momentan mit ihren bisher erzielten Fortschritten und Ergebnissen. Diese erweisen sich durch die Demonstrationsprojekte, wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit Dörpum, als erfolgreiche Vorantreiber des Projekts.  „Natürlich würde es mich freuen, wenn wir noch mehr solcher Demonstrationsprojekte schaffen können, wodurch wir unsere entwickelten Technologien dort implementieren und unter reellen Bedingungen testen können“, ergänzt Robert Brehm.Mit Hilfe der eingebundenen Unternehmen stellt CarpeDIEM bereits jetzt größtenteils die Verankerung aller erlangten Resultate nach der Projektlaufzeit sicher. „Für Unternehmen, die sich mit Energieversorgung auseinander setzen, wie beispielsweise die Stadtwerke und Energieversorger, die in unserem Projekt mitwirken, stellt die Projektarbeit einen Business Case dar“, so der Projektkoordinator, „und letztendlich tragen die Unternehmen als Versorger einen großen Nutzen durch die Mitwirkung bei der Projektarbeit davon.“

Der Weg, neue grüne Lösungen so zu entwickeln, dass sie zu einer besseren und optimierten Ressourcen- und Energienutzung beitragen, ist noch weit. Doch durch die Interreg-Projekte, auch in der Zukunft, ist der erste Schritt getan. Wir sind gespannt, wohin uns die „grüne Reise“ bringen wird und wünschen CarpeDIEM weiterhin viel Erfolg.

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