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Interreg

Interreg-Ausschuss genehmigt acht neue Projekte

In einem schriftlichen Umlaufverfahren hat der Interreg-Ausschuss acht innovative deutsch-dänische Projekte bewilligt, hierunter ein reguläres Projekt (Vollantrag mit einer Laufzeit von 25 Monaten) und darüber hinaus sieben sogenannte Netzwerkprojekte (Laufzeit bis 12 Monate). Ziel dieser Netzwerkprojekte ist die Entwicklung neuer Themen und Partnerschaften, um neue Initiativen und Projekte für die nächste Förderperiode vorzubereiten.

Somit ist die Interreg-Familie erneut um einige Projekte gewachsen. Es folgt fĂĽr Sie ein kleiner Einblick in die neugenehmigten Projekte.

  • HomeHemo: Im Rahmen des Gesundheitsinnovationsprojektes „HomeHemo“ wird ein Bluttestgerät an Patienten mit Blutkrebserkrankungen getestet. Das Bluttestgerät wird ambulant sowohl an Kindern als auch Erwachsenen getestet und soll langfristig zuhause angewendet werden können. Hierdurch wird Patienten und ihren Angehörigen eine Reihe belastender Krankenhausbesuche erspart, was zudem das Krankenhauswesen entlastet. Mittels einer DurchfĂĽhrbarkeitsuntersuchung werden Präzision, Eignung und Nutzerfreundlichkeit des Gerätes getestet. AuĂźerdem werden Methoden zur Schulung von Kindern und Erwachsenen in der Anwendung des Bluttestgeräts zuhause entwickelt. Gleichzeitig wird ein Netzwerk fĂĽr eine deutsch-dänische Zusammenarbeit in den Bereichen Krebsforschung, Wissensaustausch und Innovation etabliert.

  • Network in Education creating Sustainable Talents (NEST): Das Arbeitsmarkt- und Bildungsprojekt legt den Fokus darauf, wie die Berufsschulen unterstĂĽtzt werden können, um die Kompetenzen der deutschen und dänischen SchĂĽlerinnen und SchĂĽler so zu entwickeln, dass sie auf dem sich schnell weiter entwickelnden Arbeitsmarkt FuĂź fassen können. Ăśbergeordnetes Ziel ist es, die Programmregion als attraktiven Ausbildungsstandort zu stärken und junge Fachkräfte in der Region zu halten.

  • FOOD RESTORE ENVIRONMENT for SUSTAINABILITY & HEALTH (FRESH): Der Fokus des Projektes liegt im Aufbau eines „Food-Netzwerks“. Schwerpunkt ist hierbei der Erfahrungsaustausch zwischen zentralen Akteuren hinsichtlich der Entwicklung klimafreundlicher Konzepte u.a. im Bereich Ernährungs- und Gesundheitsbildung. Das FRESH-Projekt trägt zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Wissensaustausch und der Vernetzung der im Themenbereich „Ernährung, Klima, Verbraucherbildung“ relevanten Akteure aus Deutschland und Dänemark bei.

  • Digital Valley – Ausgangspunkt fĂĽr eine Deutsch-Dänische Entwicklungsallianz (DIVA): Die Landesregierung Schleswig-Holstein und die Region Syddanmark (DK) möchten mit dem Netzwerkprojekt „DIVA“ das Entwicklungspotential der Grenzregion fördern. Zu diesem Zweck soll zunächst nur zwischen diesen beiden Partnern eine deutsch-dänische Entwicklungsallianz gebildet werden, die zukĂĽnftig relevante Themen auf beiden Seiten der Grenze aufgreifen will. Hierdurch soll die grenzĂĽberschreitende Kooperation zwischen den Partnern gestärkt werden, wenn es um Zusammenarbeit und um nationale sowie globale Konkurrenz in Bezug auf Entwicklungsmittel etc. geht.

  • Funding Network Deutschland Danmark (FuNDeD): Im Projekt„FuNDeD“ geht es darum, die deutsch-dänische Zusammenarbeit durch ein grenzĂĽberschreitendes Partnernetzwerk zu den Themen Fördermittel und Finanzierungsmöglichkeiten zu stärken. Dieses derzeit noch fehlende Netzwerk in der Programmregion soll Wissen und Erfahrungen beiderseits der Grenzen sammeln und teilen, um eine Ăśbersicht ĂĽber Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten auf beiden Seiten der Grenze zu ermöglichen. Mit Hilfe von „FuNDeD“ sollen Akteure einfacher an Fördermittel gelangen.

  • EXTRACT Innovation Network (EIN): Das Projekt „EIN“ fokussiert sich auf die Entwicklung einer grenzĂĽberschreitenden Kooperation zwischen der WFG Nordfriesland, Nyborg Kommune und Odsherred Geopark, die bislang noch nicht zusammengearbeitet haben. Dabei stehen die Themen nachhaltige Nutzung von Naturerzeugnissen, nachhaltiger Tourismus und soziale Innovation im Mittelpunkt, da sich hier die Erfahrungen und Kompetenzen der Projektpartner ergänzen. Ăśber Wissenstransfer-Workshops sollen sich die Partner und deren jeweilige Netzwerke bzw. interessierte Kooperationspartner kennenlernen. Ziel ist es, weitere Kooperationsmöglichkeiten auszuloten, den grenzĂĽberschreitenden Austausch zu fördern und einen „Konzept-Prototypen“ fĂĽr grenzĂĽberschreitenden Wissensaustausch zu entwickeln.

  • Advancing Conversation (adCON): Im Rahmen des Innovationsprojektes „adCON“ wird ein Netzwerk von Universitäten und Nutzern, Konservierungsfachleuten und Museumsleuten gebildet. Das Netzwerk wird fachĂĽbergreifende Technologien zur Diagnostik und präventiver Erhaltung von Kunst- und Kultursammlungen, u. a. Gebäude und Denkmäler, sammeln, vermitteln, entwickeln und implementieren. Ziel ist es, eine international fĂĽhrende Rolle in diesem Bereich zu ĂĽbernehmen. Die Projektpartner möchten umweltbezogene Faktoren und Techniken identifizieren, die einen Verfall von Kunst- und Kulturschätzen verhindern oder diesem vorbeugen können.

  • PerspektivRegion – Dänisch-Deutsches Erinnerungs- und Zukunftsparlament (reguläres Projekt): Das Projekt „PerspektivRegion“ zielt darauf ab, die Gemeinsamkeiten zwischen Dänen und Deutschen in der Grenzregion zu stärken und sichtbar zu machen. Im Rahmen des Projektes soll eine gemeinsame Identität fĂĽr die deutsch-dänische Grenzregion geschaffen werden. Durch das Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten sollen mentale Grenzen verschwimmen und BerĂĽhrungspunkte sichtbar gemacht und gestärkt werden. Durch die Entwicklung innovativer Ideen und Konzepte soll die Verbundenheit miteinander auf beiden Seiten der Grenze nachhaltig gefördert werden. Mit dem „Dänisch-Deutschen Erinnerungs- und Zukunftsparlament“ stehen die Menschen im Blickpunkt des Vorhabens. In Erinnerungs- und Zukunftsparlamenten erörtern je 50 Teilnehmer aus der Grenzregion in AusschĂĽssen und Plenarsitzungen eine Woche lang unterschiedliche Themen und Herausforderungen, beispielsweise zu den Themen Klimaschutz, Zugehörigkeit, Bildungs- und Kulturangebote. Die Ergebnisse werden der Ă–ffentlichkeit in einer Reihe von Veranstaltungen präsentiert, u.a. durch Videos und Kunstausstellungen.