Skandinavien soll stärker mit Europa verbunden werden

Sowohl Optimisten, als auch Realisten waren bei den Fehmarnbelt Days vom 28.-29. Mai in Malmö vertreten, bei denen die zukünftige feste Fehmarnbelt-Verbindung das absolute Top-Thema war.

Diverse Experten präsentierten Analysen, die die Möglichkeiten und Effekte des Fehmarnbelt-Tunnels deutlich machten und den Bedarf des 19 km langen Tunnels betonten, der Skandinavien stärker an den Rest Europas anbindet.

In einer Podiumsdiskussion zeigten Verkehrsminister aus Dänemark[1], Schleswig-Holstein[2] und Schweden[3], sowie ein EU-Repräsentant[4]  deutlich, dass alle zu 100 % hinter dem Bau des Tunnels stehen.

Bernd Buchholz, Verkehrsminister des Landes Schleswig-Holstein, gab auch seine persönliche Freude darüber zum Ausdruck, den Tunnel in Zukunft selbst nutzen zu können. Es wird kein Geheimnis daraus gemacht, dass die Fehmarnbelt-Verbindung für alle von Bedeutung sein wird – auch über die sogenannte Vogelfluglinie hinaus. Man ist sich bewusst darüber, dass auf viele Aspekte Rücksicht genommen werden muss, sodass sich die Mehrheit der betroffenen Menschen auf der Gewinner-Seite sieht. Nichtsdestotrotz, wird es immer auch kritische Stimmen geben. Diese Tatsache ignorieren die Minister nicht.

Sorgfältige Vorbereitungen, Untersuchungen und die Projektierung einer festen Verbindung unter dem Fehmarn Belt haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass Politik, Wirtschaft und nicht zuletzt die Bevölkerung die Möglichkeit hatten, sich zu dem Thema zu äußern – und ihnen wurde Gehör geschenkt. In diesem Zusammenhang kam in der Podiumsdiskussion die Publikumsfrage auf, warum man, unter anderem bei Zugverbindungen, nicht genauso so weit entwickelt ist, wie zum Beispiel China. Eine Erklärung hierfür, hieß es von den Ministern, sei ganz klar das Bemühen, alle in den Prozess miteinzubeziehen und die Bedürfnisse und Wünsche der Bürger zu berücksichtigen.

Interreg ist vielzählig vertreten

Bei den Fehmarnbelt Days liegt der Fokus immer auf grenzüberschreitender Zusammenarbeit und in diesem Jahr haben wir uns mit unseren drei Schwester-Programmen ÖKS, South Baltic und North Sea gemeinsam an einem Stand präsentiert.

Überall um die verschiedenen Informationsstände herum war das Interreg-Logo zu sehen. Viele Interreg-geförderte Projekte haben das Angebot genutzt, um ihre Arbeit und Ergebnisse vor ca. 800 Teilnehmern zu präsentieren. Eine richtig gute Möglichkeit, um die Vielfältigkeit und Effekte der Interreg-Kooperationen zu zeigen.

Vielen Dank für die tolle Veranstaltung. Wir sehen uns in zwei Jahren wieder.

 

 

[1] Ole Birk Olesen, Transportminister, Danmark

[2] Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein

[3] Tomas Eneroth, Minister of infrastructure, Sweden

[4] Pat Cox, EU Coordinator ScanMed Corridor