Vereint im Kampf gegen Krebs

Krebs ist in jeder seiner Formen einer der schlimmsten Feinde des Menschen. Wir kennen sicherlich alle jemanden, der von Krebs betroffen gewesen ist – vielleicht sind Sie selbst Angehöriger oder Patient? Die Krankheit macht nicht vor der Landesgrenze halt, also warum sollte der Kampf gegen den Krebs dies tun? Vor knapp 3 ½ Jahren haben sich eine Reihe deutscher und dänischer Partner für den Kampf gegen diese Krankheit zusammengeschlossen. Dies erfolgte im Rahmen des Projekts InnoCan, welches zur Stärkung des Gesundheitssektors beigetragen hat – und am Wichtigsten: so potenziell Leben rettet.

Krebsbehandlung der Zukunft

Im idyllischen Karrebæksminde im südlichen Seeland öffnete das Interreg-Projekt InnoCan seine Türen zur Abschlusskonferenz. Als Vortragender war unter anderem Evan Lynnerup vom Regionsrat der Region Seeland dabei, welcher auch ein Mitglied des Interreg-Ausschusses ist. Gleichzeitig wurden die Ergebnisse von InnoCan von deutschen und dänischen Projektakteuren präsentiert.

Als Abwechslung zu den fachlichen Inhalten wurden die neuen Prozeduren und Produkte in einem realistischen Schauspiel vorgeführt. Zuerst wurde ein Behandlungsverlauf eines Krebspatienten nachgespielt, so wie er zur heutigen Zeit abläuft. Danach wurde das gleiche Szenario nochmals nachgespielt – diesmal jedoch mit den Produkten, d.h. Ergebnissen, des InnoCan-Projekts. Dieses realitätsnahe Schauspiel hat den Bedarf an den Ergebnissen von InnoCan hervorgehoben und gleichzeitig ein klares und für alle verständliches Bild einer Krebsbehandlung gezeigt.

Mehrere Initiativen – Ein Ziel

Die Partner hinter InnoCan haben vier konkrete Produkte entwickelt:

  • Eine App, womit der/die Patient(in) per Handy ein Tagebuch über seine/ihre Schmerzen führen kann.
  • Mit dem Apparat HemoCue kann der/die Patient(in) Blutproben im eigenen Zuhause entnehmen, um schon im Voraus zu kontrollieren, ob die Chemotherapie durchgeführt werden kann oder verschoben werden muss, weil die Blutwerte zu schlecht sind. Damit erspart sich der/die Patient(in) unnötigen Stress und eine lange Autofahrt.
  • Das dritte Produkt ist ein Messapparat, welcher am Brustkorb des Patienten angebracht wird und u.a. den Blutdruck messen kann – auch wenn der/die Patient(in) schläft.
  • Nicht zuletzt ist ein deutsch-dänisches Testcenter etabliert worden, wo deutsche und dänische Krankenhäuser ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Kampf gegen den gemeinsamen Feind teilen können.

Das Interreg-Projekt InnoCan ist zwar mit dem Ende dieses Jahres abgeschlossen. Die erarbeiteten Ergebnisse wirken jedoch weiter und nutzen Bürgerinnen und Bürgern auch in der Zukunft und über die Programmregion hinaus. Auch innerhalb des im Projekt entstandenen, stabilen grenzüberschreitenden Netzwerks kann weiter gemeinsam gearbeitet werden. Es bleibt spannend, welche weiteren Früchte das Projekt tragen wird.

 

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