Frei werdende Mittel sollen zurück in das Programm

Es ist für Projekte nicht immer einfach das Budget für drei Jahre im Voraus genau zu planen und abzuschätzen, ob alle Kosten in der geplanten Höhe benötigt werden. Manchmal zeigt es sich, dass Aktivitäten günstiger durchgeführt werden können, Preise niedriger als erwartet sind oder Synergien entstehen, die zu Einsparungen führen – es gibt viele Ursachen und dies ist oft unproblematisch.

Es kann allerdings ein Problem entstehen, wenn sich ein Projekt seinem Abschluss nähert und noch nicht absehen kann, ob ein Teil der Mittel nicht verbraucht wird. Als das Interreg-Programm noch jung und neu gestartet war, konnten nicht verbrauchte Mittel zum Ende eines Projekts im Programm verbleiben und für andere Projekte zur Verfügung gestellt werden. Jetzt aber, wo das Ende des Programms näher rückt, kann diese Möglichkeit weniger genutzt werden. Wenn Mittel frei werden und zurück in das Programm laufen, benötigen interessierte Projektakteure Zeit, um einen Antrag zu entwickeln und zu stellen. Diese Vorbereitungszeit muss mit einkalkuliert werden – zusätzlich zur der bewilligten Laufzeit eines Projekts.

Aus diesem Grund wird die Interreg-Administration Kontakt zu den Projekten aufnehmen, die sich in der zweiten Hälfte ihrer Laufzeit befinden, um nachzufragen, inwieweit absehbar ist, dass der gesamte Zuschuss für genehmigte Aktivitäten gebraucht wird oder ob möglicherweise Mittel frei werden.

Der Interreg-Ausschuss, der den Verlauf des Programms steuert, hat das Ziel, die Mittel durch gute Projekte zu binden, so dass die Fördermittel der Region und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bestmöglich zu Gute kommt. Wenn dies nicht gelingt, gehen die Mittel zurück an die EU-Kommission. Deswegen ist es wichtig, dass die Interreg-Administration und die Projekte zusammen arbeiten, damit die Mittel dort zum Einsatz kommen, wo sie am meisten Nutzen bringen.