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Dänen und Deutsche: Gemeinsame Identität fördern

Ein neues Interreg-Projekt zielt darauf ab, die Gemeinsamkeiten zwischen Dänen und Deutschen in der Grenzregion zu stärken und sichtbar zu machen. Mit dem Dänisch-Deutschen Erinnerungs- und Zukunftsparlament stehen die Menschen im Blickpunkt des Vorhabens.

Die Corona-Pandemie verändert auch das dänisch-deutsche Jubiläumsjahr 2020. Veranstaltungen fallen aus oder verschieben sich auf das nächste Jahr. Doch die gemeinsame Identität steht trotzdem oben auf der Agenda. Das neue Projekt „PerspektivRegion – Dänisch-Deutsches Erinnerungs- und Zukunftsparlament“ zeigt das.

Anlässlich des kulturellen Freundschaftsjahres und des 100-jährigen Jubiläums der Grenzziehung bekommt „PerspektivRegion – Dänisch-Deutsches Erinnerungs- und Zukunftsparlament“ eine besondere Bedeutung. Das Projekt legt den Fokus auf gemeinsame Gesichtspunkte einer deutsch-dänischen Vergangenheit und Zukunft.

Im Rahmen des Projektes möchten wir eine gemeinsame Identität für die deutsch-dänische Grenzregion schaffen. Durch das Herausarbeiten von Gemeinsamkeiten sollen mentale Grenzen verschwimmen und Berührungspunkte sichtbar gemacht und gestärkt werden. Durch die Entwicklung innovativer Ideen und Konzepte soll die Verbundenheit miteinander auf beiden Seiten der Grenze nachhaltig gefördert werden“, so Keno Strupp, Projektkoordinator, Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, Kiel.

Dies soll durch Veranstaltungen eines Erinnerungs- und Zukunftsparlaments erreicht werden, bei denen je 50 Teilnehmer aus der Grenzregion in Ausschüssen und Plenarsitzungen eine Woche lang unterschiedliche Themen und Herausforderungen erörtern. Beispielsweise zu den Themen Klimaschutz, Zugehörigkeit, Bildungs- und Kulturangebote. Da die Teilnehmenden nach einer ersten Einführung durch Experten selbstständig agieren werden, kann vieles entstehen; alles ist möglich. Genau dies ist von den Projektpartnern bewusst erwünscht. Die Teilnehmer werden im Vorfeld durch Ausschreibungen angeworben. Die Zusammensetzung soll so divers wie möglich sein. Alle können mitmachen. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit in einer Reihe von Veranstaltungen präsentiert, u.a. durch Videos und Kunstausstellungen.

Das Projekt fördert das Wissen und das Bewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger über deutsch-dänische Lebensweisen, Kultur und Geschichte. Es schafft Begegnungsräume für Menschen beiderseits der Grenze und leistet somit einen Beitrag zu einem deutsch-dänischen Verständnis und Gemeinschaftsgefühl“, so Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg und Mitglied des Interreg-Ausschusses, der das neue Projekt genehmigt hat.

Die deutsch-dänische Grenzregion ist Vorbild und bietet den Menschen eine Vielzahl von Möglichkeiten und Perspektiven. Ein Miteinander und Lernen voneinander ist für die Menschen der Grenzregion Normalität und nicht wegzudenken. „PerspektivRegion“ wird gemeinsam von deutschen und dänischen Partnern durchgeführt. Die Federführung hat die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Europa-Universität Flensburg sowie weitere deutsche und dänische Partner sind ebenfalls am Projekt beteiligt und erhalten für die Projektdurchführung einen Förderzuschuss des EU-Programms Interreg Deutschland-Danmark.


Kontakt

  • Keno Strupp, Projektkoordinator, Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, Kiel, Fon +4581739371 · strupp@boell-sh.de
  • Clemens Teschendorf, Christian Reimer, Pressestelle Stadt Flensburg
    Fon +49 461 85 2542/2452 · reimer.christian@flensburg.de
  • Christina Ehlers, Kommunikationsverantwortliche Interreg Deutschland-Danmark, +45 7663 8236, ceh@rsyd.dk

Bildquelle

  • Bild 1: Atelierhaus im Anscharpark. Die Rechte daran hält der Kunstverein Haus 8 e.V.
  • Bild 2: Deutsche und Dänen, Stimmungsbild. Die Rechte daran hält Interreg Deutschland-Danmark

Auflistung der teilnehmenden Partner Deutschland und Dänemark

Deutschland:

  • Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein
  • Abteilung für Kunst und visuelle Medien, Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung, Europa-Universität Flensburg
  • Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Kunstverein Haus 8 e.V.
  • Bundesverband bildender Künstler Schleswig-Holstein

Dänemark:

  • Jyderup Højskole
  • Department of History, University of Southern Denmark
  • Billedekunstnernes Forbund Sydjylland