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DAS NEUE PROGRAMM: INTERREG DEUTSCHLAND-DANMARK 2021-2027


Großartige Neuigkeiten: Seit Monaten arbeiten wir an den Vorbereitungen für ein zukünftiges deutsch-dänisches Interreg6A-Programm. Jetzt können wir mit Sicherheit sagen, dass wir die bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit in dem neuen Programm – Interreg Deutschland-Danmark 2021-2027 – fortsetzen werden!

INTRO – DIE ERSTEN SCHRITTE

Die EU-Kommission hat am 29. Mai 2018 ihre Vorschläge dazu veröffentlicht, wie die Kohäsionspolitik in der kommenden Förderperiode 2021-2027 aussehen soll. Der Vorschlag der neuen Verordnung für die Europäische Territoriale Zusammenarbeit (Interreg) ist ein Teil des Gesamtpakets an Initiativen der Kommission. Die EU-Mitgliedstaaten verhandeln derzeit über den Entwurf einer Rechtsgrundlage für die künftige Kohäsionspolitik, einschließlich Interreg. Informationen zum aktuellen Stand der Trilog- Verhandlungen auf EU-Ebene über den künftigen Rechtsrahmen und den Haushalt der Kohäsionspolitik, einschließlich Interreg, finden Sie auf der folgenden Website: https://ec.europa.eu/regional_policy/en/2021_2027

Bereits während eines Treffens am 17. September 2019 in Sonderburg verabschiedeten die Programmpartner von Interreg Deutschland-Danmark eine gemeinsame Erklärung. Diese Erklärung bildet die Grundlage für die Arbeit an einem neuen Interreg6A-Programm. Anschließend sicherten die Programmpartner die Finanzierung der Programmvorbereitung durch entsprechende Gremienbeschlüsse.

Als Programmpartner sind auf dänischer Seite die Regionen Sjælland und Syddanmark und auf deutscher Seite die Städte Flensburg, Kiel, Lübeck und Neumünster sowie die Kreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Plön und Ostholstein beteiligt. Die dänische Wirtschaftsbehörde „Erhvervsstyrelsen“ ist assoziiertes Mitglied. Das Land Schleswig-Holstein nimmt an der Programmvorbereitung teil.

STRUKTUR UND VERANTWORTUNG DER PROGRAMMIERUNG

Mehrere Arbeitsgruppen und Gremien gestalten die auch „Programmierung“ genannte Vorbereitung des neuen Interreg-Programmes. Verschiedene Akteure begleiten damit den transparenten Prozess, unterstützen gegenseitig und treffen wichtige Entscheidungen.

Die Steuerungsgruppe ist oberstes Gremium der Programmierung. Sie überwacht den Fortschritt und trifft formelle Entscheidungen über den Inhalt des künftigen Programms. Eine Übersicht der Mitglieder der Steuerungsgruppe finden Sie hier.

Eine der Kernaufgaben der Steuerungsgruppe ist unter anderem die Auswahl der künftigen thematischen Prioritäten für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie die Zuweisung von Mitteln zu diesen Prioritäten.

Informationen zu den Sitzungen der Steuerungsgruppe sowie zu ausgewählten Themen finden Sie im Abschnitt „weitere Neuigkeiten“.

Gruppenbild der Steuerungsgruppe

Die für die Programmierung verantwortliche Arbeitsgruppe setzt sich aus Mitarbeiter/innen des Interreg-Sekretariats und der Verwaltungsbehörde zusammen. Die Arbeitsgruppe ist für die Ausarbeitung des Programmentwurfs verantwortlich und erstellt laufend Beschlussvorlagen für die Steuerungsgruppe.

PROJEKT- UND ZEITPLAN DER PROGRAMMIERUNG

Die Programmierungsarbeit ist der Weg zum Ziel – und nicht das Ziel selber. Wir streben einen effektiven und gleichzeitig transparenten Programmierungsverlauf an. Deshalb binden wir sowohl die Interreg-Administration als auch die Bevölkerung laufend ein. Die Arbeitsgruppe arbeitet intensiv daran, die aktuelle Förderperiode zu evaluieren, Input von anderen Programmen, Projektakteuren und Kooperationspartnern einzuholen und auszuwerten, um eventuelle Handlungsempfehlungen für das neue Interreg6A-Programm umsetzen zu können. Dabei hat die Arbeitsgruppe immer das Ziel, das neue Interreg6A-Programm für alle Involvierten soweit möglich noch besser, effektiver und einfacher zu gestalten. Das Thema Entbürokratisierung spielt deshalb im Programmierungsprozess eine zentrale Rolle.

Wir stellen hier den übergeordneten und vorläufigen Projekt- und Zeitplan für die Programmierung vor. Er steht unter dem Vorbehalt möglicher Änderungen der Verordnungsentwürfe und des EU-Finanzrahmens und wird bei Bedarf angepasst:

  • Oktober 2020: Durchführung und Auswertung von diversen Umfragen, konkreter Austausch mit anderen Interreg-Programmen. Meinungsbild und Input für die weitere Arbeit.
  • 18.-22. Januar 2021: Durchführung von vier virtuellen Stakeholder Workshops mit repräsentativen Akteuren aus unserer Programmregion, um Input für die Themenauswahl zu erörtern.
  • Februar 2021: Die Wahl der Prioritäten und Themen für die neue Förderperiode ist abgeschlossen.
  • Februar 2021: Strategische Umweltprüfung
  • März 2021: Nächstes Treffen in der Steuerungsgruppe.
  • März-Mai 2021: Durchführung einer öffentlichen Konsultation. Das neue Programm Interreg Deutschland-Danmark baut auf dem Wissen, dem Fachwissen und den Erfahrungen einer Vielzahl von Menschen auf. Im Rahmen einer öffentlichen Konsultation möchten wir der Bevölkerung in Deutschland und Dänemark die Möglichkeit geben, ihre Meinung und Wünsche zum neuen Programm mitzuteilen. Wir werden zu gegebener Zeit mehr Informationen zu der öffentlichen Konsultation auf dieser Seite und über andere Kanäle teilen. 
  • Sommer 2021: Das neue Kooperationsprogramm wird zur finalen Genehmigung bei der Europäischen Kommission eingereicht.
  • Ende 2021: Finale Genehmigung des Kooperationsprogrammes Interreg Deutschland-Danmark 2021-2027.
  • Frühjahr 2022: Erste Antragsfrist der neuen Förderperiode.

DIE NÄCHSTEN SCHRITTE

Die nächsten großen Meilensteine sind die für den 18.-22. Januar 2021 geplanten Stakeholder Workshops, die Vorbereitung des schriftlichen Umlaufverfahren, um ein Meinungsbild zu verschiedenen Programmierungsthemen zu bekommen (18.12-22.01) sowie die Durchführung der für das Kooperationsprogramm obligatorischen strategischen Umweltprüfung.

Sollten Sie Fragen oder Anmerkungen zum Programmierungsprozess oder dem neuen Interreg6A-Programm haben, dann wenden Sie sich bitte an den Projektleiter im Interreg-Sekretariat Lewe Kuhn (lek@rsyd.dk) oder an die Projektleiterin bei der Verwaltungsbehörde Antje Hellwig (antje.hellwig@ib-sh.de).

WEITERE NEUIGKEITEN

Themenanalyse Interreg 6A

Die Sommermonate haben wir intensiv für die Vorbereitung des zukünftigen Interreg 6A – Programms genutzt. Wichtigster Meilenstein war die Themenanalyse der Gutachter, in der die Herausforderungen, Stärken und Entwicklungspotenziale der Programmregion untersucht wurden. Auf dieser Basis werden nun die Themen und Prioritäten der neuen Förderperiode entwickelt. Daran arbeiten die Gutachter aber nicht alleine. Die Steuerungsgruppe, die mit Vertretern der Programmpartner besetzt ist, hatte erstmals am 23. September 2020 die Gelegenheit, sich zu den Ergebnissen der Themenanalyse zu verhalten.

Eine neue Interreg-Periode rückt in sichtbare Nähe

Das aktuelle deutsch-dänische Interreg-Programm neigt sich langsam dem Ende zu, wobei jedoch noch bis Mitte des Jahres 2023 Projekte im Rahmen von Interreg 5A durchgeführt und von der Administration begleitet werden.

Doch bereits ab dem Jahr 2021 könnte eine neue deutsch-dänische Förderperiode (Interreg 6A) beginnen. Wir arbeiten intensiv daran, ein neues Programm zu realisieren und die starke Zusammenarbeit zwischen Dänemark und Deutschland weiter fortzuführen.

Interreg 6A – Wie geht es nach 2020 weiter?

Die Förderperiode des Interreg 5A-Programms zwischen Deutschland und Dänemark geht dieses Jahr offiziell zu Ende, viele Projekte werden jedoch erst Mitte 2023 abschließen und bis zum Schluss durch uns betreut.

Ein neues deutsch-dänisches Programm – Interreg 6A – könnte ab 2021 anlaufen und ist nach den vielen erfolgreichen Projekten von allen Seiten gewünscht. Wichtige Entscheidungen aus Brüssel stehen weiterhin noch aus.